Mai

1

Wer in Deutschland mit einem Boot fahren möchte, das einen Motor mit mehr als 5 PS hat benötigt dafür einen Führerschein um genau zu sein einen Sportbootführerschein. Den gibt es in zwei Ausführungen für die Binnenschifffahrt also auf Flüssen und Seen benötigt man den Sportbootführerschein Binnen, abgekürzt mit SBF Binnen. Für das Fahren auf dem offenen Meer in Küstennähe wird der Sportbootführerschein See benötigt, abgekürzt wird er mit SBF See.

Den Bootführerschein benötigt man – theoretisch – gar nicht, wenn man sich mit dem Boot weiter als 3 Seemeilen von der Küste entfernt bewegt, allerdings werden in diesem Fall die Versicherungen von ihrer Haftpflicht befreit, da ein Unfall der von einer Person ohne Bootsführerschein verursacht wird, grob fahrlässig verursacht wurde. Wer ein Boot chartern möchte braucht mindestens einen Sportbootführerschein See, oft werden aber noch Zusatzqualifikationen benötigt für die der SBF See die Grundvorrausetzung ist.

Eine solche Zusatzqualifikation ist zum Beispiel der Sportküstenschifferschein – abgekürzt mit SKS – er ist die nächst hohe Qualifikation. Für ihn benötigt man zum einen den Sportbootführerschein See und mindestens 300 Seemeilen Erfahrung. Das Grundwissen für die Sportküstenschifferschein Prüfung wird in der Regel auf einem mehrtägigen Törn vermittelt, so kommen auch schnell die 300 Seemeilen Erfahrung zusammen.

 

Mrz

22

weltwassertag

Weltwassertag

Heute, am 22. März findet der von der UN ins Leben gerufene Tag des Wassers statt. Dieser Tag wird seit dem Jahre 1993 jedes Jahr am 22. März begannen und die UN läd ihre Mitgliedsstaaten dazu ein an diesem Tag besondere Projekte zu fördern. Außerdem wird in Deutschland alle zwei Jahre die Flusslandschaft des Jahres gekürt.

Neben den UN-Mitgliedsstaaten nutzen auch verschiedene Nicht Staatliche Organisationen (so genannte NGO – Non Gouvernment Organisation) um auf die Wichtigkeit von sauberem Wasser (insbesondere Trinkwasser) aufmerksam zu machen. Wenn der Weltwassertag auch für euch wichtig ist laden wir euch dazu ein auf unserer Facebook Seite über den Verantwortungsbewussten Umgang mit den Wasserreserven dieser Welt zu diskutieren.

Hier geht es zur Facebook Seite: Tag des Wassers

 

 

Bild: CC by SA http://www.flickr.com/photos/helico/

Okt

31

Krebs mit Nahrung im Versteck

Krebs mit Nahrung im Versteck

Je größer die Krebse werden, desto abwechslungsreicher kann auch ihr Speiseplan werden:
Rinderherz, Regenwürmer, gekochte Kartoffeln, Schabefleisch, Fischleber, Fischstücke, Schnecken,
Insekten, Karotten, Pappel-, Erlen und Buchenlaub.
Letztere schützen die Krebse auch gegen Krankheiten. Hier kann der Pfleger allerhand austesten.
Wie oft gefüttert werden muß, hängt vom Alter der Tiere ab.
Letztendlich ist hier der Instinkt des Pflegers gefordert, herauszufinden, wieviel für die Krebse gut ist.
Nicht mehr Gefressenes sollte heraus genommen werden,
das es sonst nur fault und die Tiere es sowieso nicht mehr anrühren.
Die Fütterung sollte auch genauer betrachtet werden, da es sehr interessant,
ist wie die Krebse ihre Nahrung zu sich nehmen,
wenn sie nicht gerade mit dem gefundenen Fressen in irgendeine schützende Höhle verschwinden.
Mit ihren großen Antennen tasten sie das Aquarium nach Nahrung ab.
Krebse nehmen Nahrung über ihren komplexen Kauapparat,
die sogenannten Kieferfüße, auf. An die Wasserqualität setzen sie nicht so hohe Ansprüche.
Aber natürlich sollte das Wasser des Beckens regelmäßig erneuert werden.
Die Wassertemperatur sollte über 20° C betragen, lieber etwas mehr,
da es im heimischen Süden der USA auch etwas wärmer ist.
Als Bodengrund habe ich feinen Kies gewählt. In natürlicher Umgebung bewegen sie sich auf schlammigem Bodengrund,
in den sie sich auch gerne einbuddeln.
Die amerikanischen Vertreter sind im Gegensatz zum einheimischen Edelkrebs tagsüber aktiv.
Der Versuch, den Krebs mit anderen Aquarienfischen zu halten, schlug fehl.
Von meinen kleinen Zebrabärblingen war nach diesem Versuch keiner mehr übrig.
Ich selbst habe nie wirklich gesehen, daß der Krebs einen Fisch gefangen hatte.
Von der Haltung mit anderen Fischen – insbesondere mit Barschen – rate ich ab.
Zum einen wegen der Fische und zum anderen zum Schutze der Krebse besonders nach der Häutung.

Jan

7

Jeder ist schon mal in die Verlegenheit gekommen Fische aus einem eingerichteten Aquarium zu fangen. Dies fällt in einem Barschbecken wegen der Steinaufbauten besonders schwer. Um die Fische nicht unnötigem Streß auszusetzen, baute ich mir eine Fischfalle. Ich ging wie folgt vor:

Materialien: Plexiglas / Kleber / PVC Lochplatte / Neylonsehne

ANLEITUNG:
Die Form ist variabel, ich entschied mich für ein Dreieck, da sich dies am ehesten in meinem Aquarium unterbringen ließ. Die Lochplatte im Dreieck als Bodenplatte zuschneiden. Zwei Plexiglasscheiben in der Breite der kurzen Schenkel und in der Höhe des Aquariums fertigen. Für den langen Schenkel der Bodenplatte fertigt man jetzt die Vorderscheibe, in die ein Falltor integriert wird. Dieses Falltor nimmt etwa das untere Drittel der Höhe ein, und läßt sich durch die seitlichen Führungsschienen auf und heben. Ein Nylonfaden, der mittig am Falltor befestigt ist, erleichtert die Handhabung. Mit dem Nylonfaden in der Hand setzt man sich aufs Sofa und harrt der Dinge. So habe ich bis jetzt jeden Fisch ohne Streß fangen können. Der Erfolg ist noch größer, wenn die Falle einige Tage vor dem fangen ins Becken kommt und die Fische bei der Falle gefüttert werden.

Jan

7

Enchyträen (Enchytraeus alibidus)

1 Kg Bio-Hundeflocken, 1Kg Paniermehl oder Toastbrot, 1Kg Möhren (Dose), 2 Eßlöffel Zucker. Hundeflocken in der Moulinex zerkleinern, Möhren im Mixer. Zutaten in einem großen Topf (10Ltr.) vermischen und mit 5 Ltr.kochendem Wasser übergießen und rühren bis ein steifer Brei entstanden ist. Nach dem Erkalten den Brei portionsweise tiefgefrieren. Vor dem Verfüttern an die Würmer auf ca. 500g Brei einen Becher Joghurt untermischen. Die richtige Futtermenge haben Sie gefunden, wenn innerhalb von 2 Tagen alles aufgefressen wurde. Futter nur in kleinen Klecksen auf die Oberfläche der Wurmkiste verteilen. Der Futterbrei enthält soviel Feuchtigkeit, daß keinesfalls angefeuchtet werden sollten. Übrigens kann man als Substrat für die Enchyträen einfache Blumenerde und mische Ihn mit 1/3 Sand. Holzkisten haben sich am besten bewährt. Enchyträen sollen kühl stehen, am besten im ungeheizten Keller.
Enchyträen sind sehr fetthaltig und führen bei Dauerverfütterung zu Verstopfung und Fettleber. Anfangs werden die Würmer von vielen Fischen gierig genommen. Sie sollten jedoch stets sparsame Zusatznahrung bleiben.

 

Jan

7

Es gibt immer noch Gegenden, in denen das Leitungswasser aus hygienischen Gründen von den Wasserwerken gechlort wird. Chlor (CL2) ist ein giftiges Gas. Die Kiemenoberflächen und die Schleimhäute der Fische sind besonders empfind- lich gegen dieses Gas. Beim Teilwasserwechsel im Aquarium muß das Aus- gangswasser erst entchlort werden. Die einfachste und dennoch wirkungsvollste Methode ist folgende: Mit einer Duschbrause wird das Wasser aus der Leitung durch ein gewöhnliches Küchensieb in einen Eimer oder eine Wanne gebraust. Bei dieser Methode wird das Chlor so gut wie zu hundert Prozent entfernt und das Wasser kann verwendet werden. Wieder einmal hat sich gezeigt, wie nützlich ein Utensil aus der Küche für die praktische Aquarienkunde sein kann.

Jan

7

H. lifalili stammt aus dem Zaire-Bassin (Mittleres Afrika) (Zaire-River, Ruki-River, Lake Tumba) und der Republik Zentralafrika (Oberlauf des Ubanghi-River) Diese Fische gehören zu den schönsten Arten der Gattung Hermichromis. Ihr Körper zeigt eine warme rot-orange bis feuerrote Färbung. Sie tragen einen kräftigen Kiemendeckelfleck, der stellenweise goldumrandet ist. Der Schwanzstiel zeigt keine Markierung. In der Körpermitte erkennt man auf jeder Körperseite einen großen dunklen Fleck. Das signifikanteste Merkmal sind jedoch die über den gesamten Körper verteilten „lichtblauen“ kleinen Punkte, die wie Diamanten leuchten! Die Gattung Hermichromis umfaßt z.zt. 11 valide Arten. H. lifalili wird Max. 10cm lang. Für die Haltung im Gesellschaftsbecken sollte mindestens ein 200 l – Becken, für ein Pärchen mind. Ein 60 l – Becken vorgesehen werden. Das Wasser sollte folgende Werte aufweisen: pH <= 7,0 / GH 2 – 10° / Temperatur 23 – 25 ° C. Ernährung: Es werden alle gängigen Futtersorten angenommen. Pflanzliche Stoffe sind für die Gesunderhaltung wichtig. Lebendfutter wird besonders gierig verschlungen. Am Anfang des Jahres besorgte ich mir ein adultes Pärchen H. lifalili und setzte sie in ein mit feinen Kies und Pflanzen eingerichtetes 60l – Becken. Ich senkte den pH-Wert auf 6,5, die GH auf 3°. Die Temperatur betrug konstant 26°C. Nach vier Tagen entdeckte ich morgens auf einem senkrecht (!) stehenden Stein ein ca. 400 Eier umfassendes Gelege. Zwei Tage darauf schlüpften die Larven und wurden von den Eltern unter einer Pflanzenwurzel deponiert. Jetzt machte ich einen Fehler: Ich fing die Elterntiere heraus und setzte sie in mein 360l – Gesellschaftsbecken. Von nun an dezimierte sich mein Bestand an (ausgewachsenen) Neonsalmlern kontinuierlich!!! Diese hervorragende Speise zeigt jedoch alsbald Erfolge – die Fische laichten abermals ab. Jetzt zeigte sich auch, daß ich die Eltern getrost bei ihren Jungen hätte lassen können, denn sie betreiben eine ausgezeichnete, aufopfernde, ja sehr agressive Brutpflege! Meine Skalare sahen aus, als hätte ich mit einem Mixer durchs Becken gepflügt. Zurück zu den Babys im 60 l. Becken: Vier Tage nach dem Schlüpfen hatten sie ihren Dottervorrat resorbiert und begannen freizuschwimmen. Gefüttert wurde dank der (stöhnenden) Mithilfe meiner Frau 4 – 5 mal täglich Artemia – Nauplien und eine Futtermilch aus MikroMin. Wichtig war jetzt ein konsquenter Wasserwechsel von mindestens 25% des Volumens alle zwei Tage unter Zugabe einer geringen Menge an „S7“ (Vitamine & Spurenelemente) und Aquasafe. Nach weiteren drei Wochen setzte ich die jetzt 2 cm großen Jungfische in ein 200 l -Zuchtbecken um. Das Wachstum verlief jetzt sehr unterschiedlich; einige Fische schienen förmlich zu „explodieren“, andere blieben im Wachstum stark zurück… Mit ca. einem Drittel der Tiere werde ich mich in verkaufsreifer Größe auf unsere Börse begeben.

Jan

7

Ich möchte nicht auf die genaue Namensgebung meiner Hexenwelse eingehen, da ich nicht sicher bei den von mir gepflegten Arten bin. Äußerlich sind die Unterschiede nicht sehr groß, lediglich an der Färbung der Eier – grün – oder bernsteinfarben – sind die Arten klar zu unterscheiden. Die Grundfärbung dieser Südamerikaner ist helles graubraun, die Unterseite ist bedeutend heller. Die Geschlechter kann man nur bei ausgewachsenen Tieren sicher erkennen. Der Kopf des Männchens ist breiter und stumpfwinklig geformt, der des Weibchens ist schmäler und spitzer. Beim Männchen sind die Wangen, die Oberseite des Kopfes hinter den Augen und die rechten Strahlen der Brustflossen dicht mit kleinen bis gut 2mm langen Borsten besetzt. Diese Beborestellung – die beim Weibchen fehlt – kann bei älteren Männchen und außerhalb der Laichzeit fast vollkommen verschwinden. Man kann bei der Zucht von Welsen allgemein den Zeitpunkt des Ablaichens außer ordentlich schwer bestimmen. Sie verraten sich nicht vorher, wie andere Fische durch Steine putzen, Veränderung im Benehmen und in der Farbe. Bestenfalls werden sie etwas unruhig. Und das passiert bei meinen Hexenwelsen meistens ab Dezember bis Februar. Zur Zucht und Pflege verwende ich seit Jahren unser Leitungswasser von ca. 12° bis 13° DH ohne Zusätze. An die Einrichtung des Aquariums stellen die Loricarien keine besonderen Ansprüche. Feiner Sand ebenso wie mittelgrober Quarzsand behagen ihnen. Da sie meist am Boden liegen, den sie mit ihrem weichen Saugmaul nach Nahrung absuchen ist ein Untergrund mit scharfen Kanten und spitzen, wie z.B. Basaltsplitt, absolut ungeeignet, denn alle Abfallstoffe am Boden werden „durchgekaut“. Aber sie wühlen nicht, das Wasser bleibt klar und sauber. Gerne werden Tubifex, rote gefrorene Mückenlarven, Trockenfuttertabletten, eingefrorene Daphnien eingesaugt. Mein Zuchtaquarium hat einen Wasserinhalt von 160l (100x40x40). Es ist mit Wasserpflanzen und Moorkienwurzeln eingerichtet. Das Wasser wird mit einem kleinen Eheim-Innenfilter gefiltert. Dieses Becken ist mit ca. 14 Zuchttieren einer Sorte besetzt. Auf dem Boden habe ich mehrere graue Kunstoffröhren liegen – Größe ca. 20cm lang, Durchmesser 2cm – die als Ableichröhren dienen. Sie werden gemeinsam von dem Weibchen und Männchen zur Eiablage aufgesucht. Nach dem ableichen verläßt das Weibchen das Gelege, denn die Brutpflege übernimmt immer das Männchen. Die Anzahl der etwa 2mm großen Eier schwankt zwischen 30 und 200 Stück. Nun überführe ich die Röhre mitsamt dem Männchen in den Ableichkasten, dabei halte ich die Öffnungen zu, damit das Wasser in der Röhre bleibt. Damit die Röhre in dem Ableichkasten nicht hin- und herrollt, lege ich als Stabilisator ein U-förmiges Kunstoffteil darunter. Bei einer durchschnittlichen Temperatur von 23° C schlüpfen die Jungwelse nach ca. 10 – 12 Tagen. Nun wird die lehre Röhre mit dem Männchen zurückgesetzt. Der Ablaichkasten besteht aus Kunststoff und wurde mit Silikon verklebt: Bei der Aufzucht der jungen Hexenwelse muß beachtet werden, daß die Loricarien Bodenfische sind und frei im Wasser schwimmendes Futter nur schwer erbeuten können. Beste Erfolge habe ich am Anfang mit Artemia und eingefrorenen Cyclops (kleiner Winterwasserfloh) gemacht. Nach 3 – 4 Tagen füttere ich kleingehackte Tubifex ( mit der Rasierklinge kleingehacken). Die gehackten Tubifex müssen unbedingt unter fließendem Wasser durchgespühlt werden – nicht vergessen. Pflanzliche Beikost – wie grüne Trockenfuttertabletten oder überbrühter Salat, Spinat usw. – gebe ich erst allmählich nach 6 – 8 Wochen. Nach ca. 4 Wochen werden die Jungwelse in ein größeres Aufzuchtbecken überführt. Dieses Becken wird in das große 160ltr. Aquarium eingehängt. Maße siehe Zeichnung. Für die Seitenteile habe ich jetzt etwas grobere Gaze verwendet, damit eine starke Wasserzirkulation entsteht. Im Aufzuchtbecken befindet sich nichts, außer einigen kleinen Moorkienwurzeln, die gerne abgeraspelt werden, außerdem bringen sie auch strömungsfeie Zonen. Hier lassen sich die Welse monatelang konzentriert aufziehen. Durch das 160ltr. Aquarium erhält man eine stabile Wasserqualität und bei 14- tätigem Wasserwechsel wachsen die Jungwelse schnell heran. Welse zu halten ist gewiß nicht jedermanns Geschmack und doch stellt man in Zoogeschäft immer wieder fest, daß es eine Reihe von Aquarianern gibt, die sich gern solch einen geheimnisvollen Burschen kaufen. Meist kommen die Welse dann in ein Gesellschaftsbecken. Genau das aber ist falsch. Man wird kaum eine Welsart richtig erleben oder gar züchten, wenn man sie nicht allein in einem Becken hält, dazu stellen sie zu hohe Ansprüche an die ruhe. Trotzdem halten die Welse im Gesellschaftsbecken gut aus, nur kommen sie meist bei der Fütterung zu kurz.